Wie Du Störgedanken ausschalten kannst!

Kennst Du das, wenn du mitten im Wettkampf an etwas anderes denkst? Du versuchst Dich zu konzentrieren, doch Deine Gedanken schweifen ab. Aus dem einen Gedanken entsteht förmlich eine Kettenreaktion weiterer Störgedanken und Du bist nicht mehr zu 100 % im Wettkampfgeschehen? Möchtest Du wissen, wie Du Deine innere Sprache selbst kontrollieren kannst?

Für psychologie-fussball.de beschreibt Marie Hengst die Stopp-Schild-Technik:

 

Zunächst möchte ich Euch ein Fallbeispiel darstellen:

 

„Ich muss immer an die Sachen denken, die ich noch erledigen muss“. Die Worte eines Athleten, welcher durch seine störenden Gedanken, nicht 100% seiner Leistung abrufen kann. Der volle Zeitplan des Abiturienten sind Ursache, dieser Gedanken. Unkonzentriertheit und Fokusverlust sind Konsequenzen dessen. Es passieren Fehler, die unnötig sind und eine Leistungsminderung zeichnet sich ab. Er möchte endlich wieder voll und ganz bei der Sache sein!

Vielleicht hast Du selbst schon einmal eine solche Situation erlebt? Die Frage, die ich Dir beantworten möchte, ist: Wie kannst Du Deine innere Sprache steuern?

Per Gedankenstopp Deine Aufmerksamkeit lenken

Du merkst, dass ein Gedanke auftaucht, der in der gerade anstehenden Handlung nicht von Bedeutung ist. Den du als störend empfindest!

 

Dann beginne zu Dir selbst laut <<<<STOPP>>>> zu sagen. Atme nun einmal tief ein und richte deine Aufmerksamkeit bei der Ausatmung auf die im Moment geschehene Handlung.

 

Dies soll deine Gedankenkette unterbrechen und die Aufmerksamkeit zurück zur Aufgabe lenken. Bist du nach einiger Zeit sicherer in der Anwendung dieser Methode, kannst du auch leise STOPP zu dir selbst sagen. Eine zweite Möglichkeit ist das Stopp-Schild.

Visualisiere das Stopp-Schild

Ein großes Stoppschild in Deiner Vorstellung kann Dir helfen, Störgedanken auszuschalten!

Bist du eher ein visueller Typ, der sich Sachen gern vorstellt? DANN versuch vor Deinem innerlichen Auge ein Stoppschild zu sehen, welches dir die Unterbrechung der Gedanken signalisiert. Stell dir das Schild so genau wie möglich vor, um einen wirksamen Effekt zu erreichen.Wie groß ist das Schild? Welche Farbe hat es? Wie sehen die Buchstaben aus? Und so weiter..

Wo und wann kannst Du das üben?

  • Sowohl im Training, bei Wettkämpfen oder im Alltag
  • Immer wenn störende Gedanken aufkommen. Sinnvoll ist es, die Übung erst im Training zu erproben, bevor du sie im Wettkampf anwendest.

Wieso kann dies funktionieren?

Während eines Wettkampfes ist es von großem Vorteil, wenn du dich selbst regulieren kannst. Nur so gelingt dir eine optimale Leistungserbringung. Deine innere Sprache spielt dabei eine sehr große Rolle. Selbstgespräche strukturieren die geplanten Handlungen und kontrollieren die Handlungsausführung. Das Regulieren von Selbstgesprächen ist besonders effektiv, wenn es um feinmotorische Bewegungen geht.

 

Wird nun genau an dieser Stelle das Selbstgespräch positiv beeinflusst, indem du störende Gedanken stoppst, kannst Du Dich auf die Handlungsausführung konzentrieren.

Meine Quellen:

  • Seiler, R. & Stock, A. (1994). Handbuch Psychotraining im Sport. Methoden im Überblick. Hamburg: Rowohlt.
  • Stoll, O., Pfeffer, I. & Alfermann, D. (2010). Lehrbuch Sportpsychologie. Bern: Huber

Autorin: Marie Hengst

Profilbild von Marie Hengst

Marie ist studierte Sportpsychologin und betreut ausgewählte Wintersport-Athleten am Olympiastützpunkt Oberwiesenthal. Wir haben Marie in unserem Masterstudium kennen und schätzen gelernt. Kontakt zu Marie könnt ihr über Facebook-Seite aufnehmen.

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