Psychologie; geht das auch genauer?

Folgendes Szenario habe ich schon sehr häufig erleben dürfen. In einem Gespräch kommt die Frage auf, was man denn so beruflich machen würde, oder später mal gerne machen möchte. Ich antworte dann, dass ich Psychologie studiert habe und als Sportpsychologe arbeite. Einer der ersten Sätze ist dann: „Dann muss ich jetzt aber aufpassen was ich sage, du analysierst mich sicher.“ Ebenfalls beliebt ist: „Legt man sich dann bei dir auf die Couch.“ Ein weiterer bekannter Klassiker ist: „Dann kommen die Sportler zu dir, die Probleme haben oder?“

 

Sportpsychologen haben noch häufig mit Klischees und Vorurteilen zu kämpfen. Manche Kollegen nennen sich aus diesem Grund lieber Mentaltrainer, denn das Wort „Psychologe“ allein scheint  eine Signalwirkung bei uns Menschen auszulösen.

 

Viele dieser Vorurteile bzw. Klischees haben eine ähnliche Ursache: Unsicherheit, bzw. Unwissenheit. Wer von euch kann den exakten Unterschied zwischen Psychologen, Psychiater, Neurologen, oder Psychotherapeuten benennen? 

Es ist beileibe keine Schande, wenn man das nicht kann. Und genau deswegen wollen wir in dieser Rubrik Aufklärung betreiben.

 

Psychologie ist nicht länger ein Mysterium; eher ein großer Saal mit vielen verschiedenen Eingängen, zu denen es gilt, den richtigen Schlüssel zu finden.